
Generationenmanagement
In der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Generationen und deren Zusammenwirken im gesellschaftlichen und beruflichen Kontext ist festzustellen, dass sozialisationsbedingte Prägungen langfristig wirken und Wahrnehmungen, Einstellungen und Verhalten über das gesamte Leben hinweg beeinflussen. Die Auseinandersetzung mit Generationenfragen hat seit den 2010er Jahren an Fahrt aufgenommen und gewinnt insbesondere vor dem Hintergrund sich wandelnder gesellschaftlicher und demografischer Bedingungen beständig an Bedeutung.
Die Grundlage für Generationenmanagement bildet eine klare Typologie der Generationen. Wenngleich die Zuordnungen zu den einzelnen Geburtsjahrgängen je nach Quelle leicht variieren, lassen sich derzeit vier Generationen identifizieren, die am Arbeitsmarkt aktiv werden.
Die Publikationen zum Thema
Die jüngere Generation in einer alternden Arbeitswelt
Ausgehend vom demografischen Wandel bedeutet der häufig beschworene „War for Talents“ nicht automatisch, dass „Jugend“ allein Unternehmenserfolg garantiert. Im Fokus des Buches steht vielmehr die Frage, ob die jungen Erwachsenen über erfolgskritische Kompetenzen verfügen, um zukünftige Herausforderungen zu bewältigen. Dazu werden Wünsche, Ängste, Kompetenzen, Werte, Haltungen und Erwartungen an die Arbeitswelt betrachtet. Gleichzeitig werden auch die Profile der mittleren und älteren Generationen berücksichtigt, mit denen die jüngere Generation im Arbeitsalltag interagiert.


Generationen-Mix: Gestalten statt verwalten
Die Autorinnen knüpfen an ihre frühere Arbeit zur jüngeren Generation an und gehen auf die Frage ein, wie sich Generationen im Unternehmen gegenseitig wahrnehmen, wo Chancen und Risiken der Zusammenarbeit liegen und welche Folgen für Unternehmens- und Personalpolitik daraus entstehen. Grundlage sind über 60 Tiefeninterviews sowie eine bundesweite Erhebung mit über 300 betrieblichen Entscheiderinnen und Entscheidern. Ziel ist, konkrete Schlüsse zu ermöglichen, wie intergenerationale Zusammenarbeit so gestaltet werden kann, dass Beschäftigte und Unternehmen nachhaltig profitieren.

