Die 2. Ludwigshafener Personalgespräche fanden am 26. November 2008 an der Hochschule für Wirtschaft in Ludwigshafen statt. Das Institut für Beschäftigung und Employability IBE lud Personal- und Fachexperten aus ganz Deutschland zum Thema „Fachkräftemangel – Rhetorik oder Realität?“ in die Aula der Fachhochschule Ludwigshafen ein.

In einer bis zum letzten Platz besetzten Aula der Fachhochschule Ludwigshafen verfolgten mehr als 230 Personal- und Unternehmensverantwortliche zunächst die einleitenden Worte von Prof. Dr. Jutta Rump, der geschäftsführenden Leiterin des ausrichtenden Instituts für Beschäftigung und Employability IBE.

Karl-Heinz Stroh, Personalvorstand der Praktiker Bau- und Heimwerkermärkte Holding AG, führte in seiner „Key Note“ Zahlen, Daten und Fakten zum Fachkräftemangel ebenso vor Augen wie Strategien der Unternehmens- und Personalpolitik, mit denen den Herausforderungen zu begegnen ist. Im Anschluss daran stellte Prof. Dr. Rump eine aktuelle Studie vor, in der im Auftrag der Hays AG Beweggründe für und Erfahrungen mit internationaler Rekrutierung beleuchtet wurden. Zwei zentrale Ergebnisse bestehen in der Erkenntnis, dass es vielen Unternehmen derzeit noch an einer entsprechenden Rekrutierungsstrategie mangelt sowie in der hohen Relevanz umfangreicher Integrationsbemühungen.

Eine Podiumsdiskussion mit prominenter Besetzung rundete die Veranstaltung ab. Unter der Moderation von Randolf Jessl, Chefredakteur der Zeitschrift Personalmagazin, diskutierten Dr. Dorothee Karl, Leiterin Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik der Metropolregion Rhein-Neckar GmbH, Thomas Sattelberger, Personalvorstand der Deutschen Telekom AG, Frank Schabel, Leiter Marketing und Corporate Communications der Hays AG, Prof. Dr. Peter Mudra, Leiter der Personalstudiengänge an der Fachhochschule Ludwigshafen und der Key Note Speaker Karl-Heinz Stroh über Ursachen und Lösungsansätze im Zusammenhang mit den bereits bestehenden Fachkräfteengpässen und den bevorstehenden Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt. Als entscheidende Hebel identifizierten sie insbesondere die Aufrechterhaltung der Personalentwicklungsbemühungen auch in schwierigen konjunkturellen Situationen, die Förderung der Vielfalt (Diversity) im Unternehmen sowie die Offenheit auch nach innen in Bezug auf eine Arbeitsorganisation, die den Belangen von Arbeitnehmer und Arbeitgeber gleichermaßen gerecht werden kann. Thomas Sattelberger postulierte als die drei Schlüsselbegriffe in diesem Zusammenhang „Verantwortung, Brücken bauen und Toleranz.“

Zum Ausklang des Abends fanden Redner, Podiumsteilnehmer und Zuhörer bei einem kleinen Imbiss im Foyer der Fachhochschule Ludwigshafen Gelegenheit zu einem regen Austausch.